Mirjam Christ-Crain erhält den °ä±ô´Çë³Ù³Ù²¹-±Ê°ù±ð¾±²õ 2026
Die Endokrinologin Prof. Dr. Mirjam Christ-Crain von der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù 91ÖÆÆ¬³§ erhält den Preis für medizinische Forschung der Stiftung Professor Dr. Max Cloëtta. Die Auszeichnung wird ihr gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Jinek, Professor für Biochemie an der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Zürich, verliehen.
24. Juni 2026
Mirjam Christ-Crain hat wegweisende Beiträge zur Erforschung von Hormonen geleistet, die den Wasserhaushalt des Körpers regulieren, insbesondere Vasopressin und Oxytocin. Ihre Forschung trug entscheidend dazu bei, Copeptin als verlässlichen Laborwert für die Diagnostik zu etablieren. Dadurch lassen sich verschiedene Ursachen eines gestörten Wasserhaushalts besser unterscheiden, während belastende klassische Testverfahren ersetzt oder verbessert werden können.
Ihre Forschungsgruppe entwickelt zudem neue therapeutische Konzepte für die Behandlung von hormonbedingten Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts. Dazu gehören Hyponatriämien infolge des Syndroms der inadäquaten Antidiurese (SIAD), einer Erkrankung, bei der der Körper zu viel Wasser zurückhält und dadurch der Natriumspiegel im Blut sinkt. Untersucht werden auch neue Therapieansätze bei Oxytocinmangel von Patientinnen und Patienten mit Arginin-Vasopressin-Defizienz.
Durch die Verbindung multizentrischer Diagnosestudien, randomisierter klinischer Studien und patientenorientierter translationaler Forschung schafft Christ-Crain die Grundlage für eine bessere Diagnostik und Behandlung endokrinologischer Erkrankungen.
Patientenorientierte Vision
Mirjam Christ-Crain verbindet in ihrer Arbeit wissenschaftliche Exzellenz mit einer klar patientenorientierten Vision: Belastende diagnostische Verfahren sollen durch präzisere, biomarkerbasierte Tests ersetzt werden. Darüber hinaus strebt sie die Entwicklung neuer Therapieoptionen für häufige, aber oft schwierig zu behandelnde endokrine Störungen an und möchte die klinische Forschung von der Mechanistik bis zum Patientennutzen stärken.
Mirjam Christ-Crain ist seit 2014 Professorin für Endokrinologie und klinische Forschung an der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù 91ÖÆÆ¬³§. Von 2014 bis 2023 leitete sie gemeinsam mit Christiane Pauli-Magnus das Departement Klinische Forschung der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù 91ÖÆÆ¬³§ und des ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsspitals 91ÖÆÆ¬³§. Seit dem 1. August 2025 ist sie Chefärztin und Leiterin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus am ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùsspital 91ÖÆÆ¬³§. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Nationaler Latsis-Preis, den European Journal of Endocrinology Award und den Otto Naegeli-Preis.
°ä±ô´Çë³Ù³Ù²¹-±Ê°ù±ð¾±²õe für Basler Forschende
Der der Stiftung Professor Dr. Max Cloëtta wird seit 1974 vergeben und ist mit 50’000 Franken dotiert. Er zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für medizinische Forschung in der Schweiz.
Von der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù 91ÖÆÆ¬³§ erhielten ihn zuletzt der Immunologe Christoph Hess (2023), der Brustkrebsforscher Mohamed Bentires-Alj (2020) sowie der Neurowissenschaftler Botond Roska (2019).
Die Verleihung des °ä±ô´Çë³Ù³Ù²¹-±Ê°ù±ð¾±²ões 2026 findet am 30. Oktober 2026 in 91ÖÆÆ¬³§ statt.